Fettverbrennung
michael 4. Juni 2009
Bozen – Salurn: Irgendetwas Positives muss man auch an dieser Etappe sehen. Außer den Auwäldern zwischen Etsch und Eisack, die ein wahres Vogelparadies sind. Danach kamen …
… 6 Stunden Deichlaufen. Immer geradeaus. Rechts die Etsch, links Obstbäume. 6 Stunden. Das dauert! Und dann der Wind von vorn. Wir haben angefangen, uns auf Büsumer Krabbensuppe und ‘n gepflegtes Jever zu freuen.
Liebe Wanderer! Schenkt Euch diese Etappe. Es lohnt sich nicht! Es sei denn, Ihr wollt, während Eure Füße sich allmählich auflösen, über die Nichtigkeit des Seins meditieren. Aber auch das geht nicht, weil Ihr alle zwei Minuten von den Radmordgruppen Eisacktal etc. aufgeschreckt werdet. Noch einmal: Bozen – Salurn ist für Wanderer verzichtbar. Leiht Euch ein Rad oder fahrt mit dem Bus!
Außer auf Rennradfahrer (siehe Isarbiker) entwickeln wir mittlerweile eine herzliche Aversion gegen den Autor unseres Wanderführers. 28 km sollten es heute sein. Unser GPS-Gerät zeigt uns hier in Salurn eine Luftlinien-Entfernung von 30,4 km zum Ausgangspunkt in Bozen. Wenn man die Windungen der Etsch und des Eisack berücksichtigt, sind wir heute mindestens 35 km gelatscht. Die Folgen sind klar: Erschöpfung, Blasen an den Füßen und Urinstau (für Frauen gibt es auf dem gesamten Radweg keine Pinkelmöglichkeit, Männer haben es da ja etwas leichter). Gut, solche Etappen muss es auch geben! Wie gesagt: wenigstens auf unseren Bauchumfang hat das heute wohl einen negativen, also durchaus wünschenswerten Effekt gehabt.
Wie toll wir drauf sind, beweist die Tatsache, dass wir trotzdem einen Limerick zustande gebracht haben:
Die Volkshochschultanzgruppe Salurn
präsentierte sich gern im Kothurn.
Man fand es bizarr,
beschimpfte sie gar,
die schräge Tanzgruppe aus Salurn.